Leitziel Berufswahlvorbereitung

Die Schule soll nicht nur Abschlüsse vermitteln, sondern auch auf die Berufs und Arbeitswelt vorbereiten. Dies kann innerhalb des Unterrichts geschehen, so etwa durch Einbeziehung des Themas in verschiedenen Fächern und Stufen, das Erlernen von Fertigkeiten wie Bewerbungsschreiben und das Erstellen eines Lebenslaufes, vor allem aber durch das Trainieren von Fähigkeiten, die im Berufsleben gefordert sind durch entsprechende Lern- und Arbeitsformen: Teamfähigkeit, Eigeninitiative, selbständiges Arbeiten. Besonders wichtig sind der Umgang mit den neuen Medien und die Beherrschung wirkungsvoller Präsentationstechniken. Bereits in der Sek I sollen die Schüler/innen lernen, ihre Neigungen und Fähigkeiten richtig einzuschätzen, damit sie durch eine richtige Fächer- und Schwerpunktwahl in der Oberstufe die Weichen für die Studien- und Berufswahl legen. Eine gute Orientierung ist aber nicht ohne den „Blick nach draußen“ möglich. Realisierbar ist ein Berufspraktikum in der Jahrgangsstufe EF. Die Berufspraktika werden auch in unseren europäischen Nachbarländern durchgeführt durch Vermittlung unserer Partnerschulen und entsprechender Institutionen wie BIZ oder IHK, aber auch durch persönliche Kontakte. So wird ein erster Einblick in die Besonderheiten der Arbeits- und Berufswelt über die Grenzen hinaus ermöglicht. Ein Betriebspraktikum schärft den Blick für den Stellenwert der gymnasialen Ausbildung, erleichtert die Fächerwahl für die Oberstufe und kann auch dazu führen, eine Alternative zur gymnasialen Oberstufe zu suchen, z.B. eine Fachoberschule oder eine betriebliche Ausbildung. Seit dem Schuljahr 2012/2013 ist das Gymnasium St. Leonhard Projektschule für das Neue Übergangssystem Schule (NÜS) („Kein Abschluss ohne Anschluss“). Dies hat die Palette der Angebote zur Berufswahlvorbereitung noch einmal erweitert und ergänzt.

Die Berufswahlorientierung bzw. Berufswahlvorbereitung ist am Gymnasium St. Leonhard zur Zeit wie folgt organisiert:

 

Ab Jahrgangsstufe 5

Im Rahmen des Boy‘s und Girl‘s Day gewinnen die SuS erste Einblicke in verschiedene Berufsbilder und haben die Möglichkeit, erste berufsspezifische Erfahrungen zu sammeln.

 

Jahrgangsstufe 8

Durchführung einer Potenzialanalyse (seit 20112/13) in Kooperation mit einem externen Partner, dem Sozialwerk Aachener Christen, im Rahmen eines eintägigen Projekts. Hierbei sollen besondere Fähigkeiten, Talente, Neigungen und Interessen in sozialen und kognitiven Bereichen festgestellt werden.

  • Beginn mit der Anfertigung eines Berufswahlpasses bzw. Berufswahlportfolios, in dem die SuS ihre Erfahrungen notieren und reflektieren, außerdem Nachweise, Test- und Beratungsergebnisse sammeln, um einen eignen Entwicklungsprozess herauszuarbeiten und sich herauskristallisierende Berufswünsche festzuhalten.
  • Elterninformationstage, an denen das Berufswahlkonzept vorgestellt wird und auf die Bedeutsamkeit einer Unterstützung bei der Berufswahl aufmerksam gemacht wird.

 

Jahrgangsstufe 9

Berufsberatung, Bewerbungstraining und Praktikumsvorbereitung im Rahmen der ALLF-Tage (seit 2000, siehe auch Leitziel „Studierfähigkeit“). Dabei werden sowohl Angebote der Sparkasse (Einstellungstests) als auch allgemeine berufsbezogene Informationsveranstaltungen durch das Berufsinformationszentrum sowie Berufsfelderkundungen wahrgenommen.

Im Rahmen des „ANTalive“-Programms (ab 2012/13) haben die SuS die Möglichkeit, drei unterschiedliche Berufsfelder zu erkunden, die ihnen gemäß ihrer Potenzialanalyse als geeignet erscheinen, und darüber hinaus an interessanten Workshops teilzunehmen. Hierbei sind das Forschungszentrum Jülich, das Forschungszentrum Aachen, die Fachhochschule Aachen sowie die RWTH Aachen Projektpartner. „Oberstufenschülerinnen und -schüler sollen durch zertifizierte Angebote außerhalb des Schulunterrichts an angewandte Naturwissenschaften und Technik herangeführt werden. […] ANTalive will Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II technische und naturwissenschaftliche Berufsbilder vorstellen, um so bei der Berufs- und Studienwahl zu helfen. ANTalive bietet Jugendlichen Einblick in verschiedene Felder der angewandten Naturwissenschaften und soll den Alltagsbezug der Disziplinen betonen und Berufsprofile vorstellen.“ (www.antalive.de)

 

Jahrgangsstufe EF

Durchführung eines zweiwöchigen schulisch begleiteten Betriebspraktikums mit dem Ziel, einen Beruf intensiv kennenzulernen.

Elterninformationstage zu den Themen „Anforderungen und Erwartungen an das Praktikum“ sowie „Möglichkeiten der Berufsberatung in der Oberstufe/ Qualifikationsphase“

 

Jahrgangsstufe Q1

  • Allgemeine, kursweise Studien- und Berufsberatung durch das BIZ.
  • Individuelle Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit.
  • Verpflichtende Berufsbörse für alle Schüler/innen: Eltern informieren die SuS über ihre Berufe, stellen ihren Berufsalltag dar, beraten, geben berufsspezifische Hinweise für Studium und Ausbildung
  • Allgemeine Studienberatung durch die RWTH, mit dem Ziel die Wahl bzw. die Entscheidung eines Studienganges zu begleiten und zu unterstützen.
  • Besuch des Informationstages an der RWTH.

Jahrgangsstufenübergreifend erlaubt die Lernpartnerschaft des Gymnasiums St. Leonhard mit der Generali Deutschland Informatik Services (GDIS), die 2008 im Rahmen der Vernetzungsinitiative KURS begründet wurde, Schülerinnen und Schülern vielfältige Einblicke in die Wirklichkeit der Wirtschaft vor Ort. KURS bedeutet „Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schule“ und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bezirksregierung Köln sowie der Industrie- und Handelskammern in Aachen, Bonn/Rhein-Sieg und Köln. Die GDIS begegnet Schülerinnen und Schülern während deren Schullaufbahn, zum Beispiel während der ALLF-Tage, als Modell der unternehmerischen Arbeitswelt in verschiedenen Jahrgangsstufen.

Für ein Gymnasium mittlerer Größe ist die GDIS mit den Standorten Aachen und Hamburg ein wahrhaft illustrer Partner. Hier wird der IT-Service für sämtliche der Generali Deutschland Gruppe angegliederte Firmen geleistet. Rund 1100 Mitarbeiter/-innen erzielen einen Jahresumsatz von ca. 300 Millionen Euro und vernetzen europaweit täglich mehr als 40 000 Menschen.

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