Leitziel Kritische Medienerziehung

Eine kritische und fundierte Medienerziehung ist Grundvoraussetzung, um in der sich rasant entwickelnden Informationsgesellschaft die Orientierung zu behalten bzw. zu finden. Im Hinblick auf eine Medienpriorität ist zunächst das Internet zu nennen, da dieses Medium die Arbeitswelt maßgeblich bestimmt. Folgende Aspekte sind zu berücksichtigen: - Die Ausbildung aller Unterrichtenden und Schüler/Schülerinnen für dieses Medium muss sichergestellt werden. - In den Fachkonferenzen sollten Erfahrungssammlungen erstellt werden, die einen richtigen und sinnvollen Einsatz in den jeweiligen Jahrgangsstufen gewährleisten (z. B. könnten Zeitverluste durch den Austausch sinnvoller Adressen vermieden werden). - Im Umgang mit den Medien ist der Gefahr eines Individualitätsverlustes und einer geistigen Abhängigkeit durch kritische Reflexion des Materials vorzubeugen. - Im Hinblick auf die Arbeitswelt sollten die Schülerinnen und Schüler elementar auf die Nutzung des Computers vorbereitet werden. Zur Realisierung dieser Ziele sollten spätestens ab Klasse 7 Grundlagenkurse eingerichtet werden.

 
In den folgenden Bereichen trägt die Schule dem Leitziel „Kritische Medienerziehung“ und den im Jahr 2000 dargelegten Absichten in besonderer Weise Rechnung:

 

Medieneinsatz und Medienschulung im Unterricht

Im Altbau verfügen viele Räume über Computer, fest installierte Beamer und Whiteboards, im Neubau sind alle Unterrichtsräume damit ausgestattet. Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2013/2014 sollen drei weitere interaktive Whiteboards für Kursräume des Altbaus angeschafft werden. Diese Ausstattung gewährleistet die Möglichkeit eines adäquaten Einsatzes von Präsentationstechniken, die sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht nutzen können. Eine detaillierte Beschreibung der Bedarfe und geplanten Ausstattung ist im Medienkonzept SLG der Schule beschrieben.

Weiterhin exisitieren zwei Computerräume mit jeweils 20 Computer-Arbeitsplätzen sowie ein Selbstlernbereich in der Bibliothek mit 10 Computer-Arbeitsplätzen. Damit ist am Gymnasium St. Leonhard eLearning bzw. das sogenannte Blended Learning möglich, das Werkzeuge zur Erstellung, Kommunikation und Verwaltung von Lerninhalten, sowie zur Koordination von webbasierten Lernangeboten und zur Beurteilung der Lernenden enthält, den Informationsfluss regelt und das Lernen vereinfacht.

Im Fach Informatik wird seit 2011 das System moodle erprobt; im Schuljahr 2013/14 steht die Entscheidung zwischen den Lernumgebungen moodle und fronter an; das gewählte Produkt soll dann in allen Fächern zum Einsatz kommen.

Für alle Fächer recherchieren Schüler/-innen im Internet; sie zeigen Power Point Präsentationen oder präsentieren mit OHP-Folien; sie erhalten individuelle Rückmeldungen zu ihrer Vortragsart und werden in Präsentationstechniken geschult.

Im kommenden Schuljahr ermöglicht die unterrichtliche Erprobung des seit 2011 geplanten GLAS-Projekts, welches einen Multifunktionsraum implementiert hat, die Telepräsenz niederländischer Partnerklassen und Distance-Learning. Der Name des Projektes setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der beteiligten Orte (Gulpen und Aachen) sowie der Spitznamen der jeweiligen Schulen (Leo und Sophie) zusammen und steht für die Öffnung der Schulen und die grenzüberschreitende Verbindung. Eine Ausweitung des Projektes auf andere Fächer aller Jahrgangsstufen ist geplant. Alle Etagen des Altbaus sind zudem mit herkömmlichen Overhead-Projektoren, Video- und DVD-Playern sowie Bildschirmen versorgt.

Ab dem kommenden Schuljahr 2013/14 soll in der zweiten Hälfte der Jahrgangsstufe 5 eine „Informationstechnologische Grundbildung“ (ITG) mit einer Unterrichtsstunde wöchentlich etabliert werden.

 

Außerunterrichtliche Mediennutzung in der Schule

Die private Nutzung von Handys, Smartphones und Computern in der Schule ist vom Medienausschuss des Gymnasiums St. Leonhard, der aus zwei Elternvertretern, zwei Schülervertretern und zwei Lehrkräften besteht, im Schuljahr 2012/13 neu geregelt und inzwischen nach Zustimmung der Schulkonferenz auch in die Hausordnung aufgenommen worden. Demnach befinden sich Handys und Smartphones während des Schulbetriebs von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr ausgeschaltet in der Schultasche, in besonderen Ausnahmefällen ist die Benutzung nach Absprache mit einer Lehrkraft erlaubt.

In der Mediothek ist Oberstufenschülern die Nutzung von Laptops, Notebooks etc. zu (Schul-) Arbeitszwecken durchgehend erlaubt. Dagegen ist die Nutzung von Tablets und Smartphones in der Bibliothek untersagt.

Im Schulneubau gibt es einen WLAN-Anschluss für Schüler/-innen sowohl in der Medienzone Mensa als auch demnächst auf der Dachterrasse. Die Nutzung ist allerdings auf die Freistunden (ohne Pausen) beschränkt, während der Mittagspause ist sie nicht erlaubt. (siehe auch „Hausordnung“ und Medienkonzept SLG „)

 

Homepage der Schule http://www.slg-aachen.de/

Die Homepage des Gymnasiums St. Leonhard erfreut sich großer Beliebtheit bei den Mitgliedern der Schulgemeinschaft. Lehrer/-innen wie Schüler/-innen gehen ständig rezeptiv und produktiv mit diesem Medium um. Autoren, die über Fahrten, Wettbewerbe, Camps, Aufführungen oder Feiern berichten, Bildcollagen, Filme oder Fotogalerien zur Verfügung stellen, finden sich zahlreich in allen Jahrgangsstufen.

Die Homepage liefert darüber hinaus wichtige Informationen: Ankündigungen, einen Schulterminkalender, den Klausurenplan, seit 2012/13 auch den aktuellen Vertretungsplan. Ein Informatikkurs im Differenzierungsbereich der Jahrgangsstufe 9 entwarf verschiedene Versionen einer Browserstartseite für das schulinterne Netz; der gelungenste Entwurf wurde für alle Computer der Schule als Browser-Startseite übernommen.

 

ALLF-Projekttage

Im Rahmen der ALLF-Projekttage wird in der Jahrgangsstufe 6 eine Trainingseinheit zum Thema „Sicheres Surfen in sozialen Netzwerken“ absolviert, die auf dem Programm „Klicksafe“ basiert. Die 8. Klassen beschäftigen sich mit dem Thema „Präsentation“, wobei sie zu eng umrissenen Themenbereichen recherchieren, eine Präsentation erstellen, diese filmen und in der Gruppe auswerten. In Schuljahr 2013/2014 wird erstmals ergänzend ein Workshop zum Thema „Leben in der Infoflut. Segen oder Fluch?“ mit Redakteuren der Aachener Zeitung durchgeführt. Anhand von Beispielen aus ihrer journalistischen Arbeit vermitteln die Redakteure das Handwerkszeug, um sich kritisch und kompetent mit Informationen zu versorgen.

 
Workshops

St. Leonhard nimmt Teil an Workshops der Polizei zu den Gefahren von Internet und sozialen Netzwerken.

 
Video-Projekte

In verschiedenen Fächern, zum Beispiel Deutsch („Leorap“, ein gerapptes Loblied auf die Schule) Literatur, Religion oder Sozialwissenschaften werden zu allen denkbaren Themen z. T. aufsehenerregende, am Computer geschnittene Videoprojekte realisiert. Aber auch außerunterrichtlich entstehen kleine und große Kunstwerke, so z.B. 2012, als sich die Abiturientia mit einem aus dem Schulleben gegriffenen, spannenden Spielfilm verabschiedete.

 
Wettbewerbe

Schon zum fünften Mal hat das Gymnasium St. Leonhard im Schuljahr 2012/13 erfolgreich an der überaus beliebten Internet-Rallye „Netrace“ teilgenommen. Dieses Mal waren die Schüler/-innen als „Leonardos“ im Rennen, 2011/12 gingen sie als „Ichos Machos“ an den Start, 2010/11 als „Die Leoparden“ und 2009/10 sowie 2008/09 als die „Leonhardos“. Die regionale Rallye wird veranstaltet von der „Aachener Zeitung“, den „Aachener Nachrichten“ sowie den Firmen NetAachen und Promedia Maassen. Bei dem Wettbewerb geht es um blitzschnelles, genaues und korrektes Recherchieren im Internet.

 
Kritische Reflexion

Die kritische Reflexion der neuen und alten Medien findet überwiegend im Fachunterricht statt. Curricular verankert ist das Thema zum Beispiel in den Fächern Geschichte (Ideologiekritische Quellenanalyse in Q1), Religion, Praktische Philosophie und Deutsch (Bewusstseinsbildung und Wirklichkeitskonstituierung durch Medien); im Politikunterricht des Differenzierungsbereichs ist eine kritische Analyse des eigenen Nutzungsverhaltens vorgesehen; das Fach Sozialwissenschaften betreibt Internetrecherchen und kritische Quellenanalyse in der Sekundarstufe II. Die derzeitige Arbeit an einem umfassenden Medienkonzept der Schule wird weitere curriculare Verortungen festlegen.

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