Leitziel Studierfähigkeit

Da in Zukunft immer weniger damit gerechnet werden kann, dass einmal erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten für ein ganzes Berufsleben reichen, sondern dass Wissen ständig ergänzt und überarbeitet werden muss, ist in der Schule gezielt darauf zu achten, den Schülerinnen und Schülern nicht nur solide Fachkenntnisse zu vermitteln, sondern auch Wege, sich Wissen und Fähigkeiten selbst anzueignen. Nach dem Selbstverständnis des Gymnasiums ist Studierfähigkeit nach dem Schulabschluss Abitur ein zentrales, erstrangiges Ziel. Aus den Reihen der späteren Hochschulabsolventen rekrutieren sich die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Führungskräfte für die Zukunft. Internationale Schulabschlüsse und Zusatzqualifikationen eröffnen aussichtsreiche Studien- und Berufsperspektiven im europäischen und außer-europäischen Ausland. Studierfähigkeit bedeutet die Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten, sich Informationen - auch unter Nutzung der neuen Medien - zu beschaffen, diese sinnvoll auszuwerten und neue Erkenntnisse überzeugend zu präsentieren. Neben traditionellen Möglichkeiten der Beschaffung und Präsentation von Informationen stehen dem Gymnasium St. Leonhard seit Jahren modernste elektronische Medien zur Verfügung: fest installierte Computereinheiten mit Internetanschluss in Klassen- und EDV-Räumen sowie in der Schulmediothek, ein Laptopwagen, zahlreiche Beamer, Whiteboards etc.

In den folgenden Bereichen trägt die Schule dem Leitziel „Studierfähigkeit“ in besonderer Weise Rechnung:

 

Unterricht / Projektarbeit

Über den an Richtlinien und schulinterne Curricula gebundenen Fachunterricht hinaus bemühen sich die Lehrer/-innen von St. Leonhard kontinuierlich um Qualitätskontrolle auf der Basis von Auswertungen zentraler Prüfungen, von Parallelklausuren und Vergleichsarbeiten, hier vor allem im Fach Mathematik.

Für die fortlaufende Weiterqualifizierung der Lehrkräfte sorgen fachspezifische und schulinterne Lehrerfortbildungen, hier exemplarisch dargestellt für das Fach Deutsch. Die folgenden Themen wurden und werden den Deutschlehrern und –lehrerinnen seit 2007 an ihrer Schule angeboten: „Der neue Kernlehrplan G8“ (2007), „Diagnose und Förderung der Schreibkompetenz“ (2009), „‘Tauben im Gras‘ – Obligatorisches Thema des Zentralabiturs 2011 bis 2015“ (September 2010), „Schreibförderung in der Oberstufe“ (Dezember 2010), „Binnendifferenzierung im Deutschunterricht“ (Mai 2012), „Texterfassung gezielt trainieren - Bildung globaler Kohärenz am Beispiel von Liebeslyrik aus der Romantik und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (Juni 2012), „Unterrichtsverfahren und Strategien des Textverstehens bei schwierigen Texten, vorgestellt an Auszügen aus dem „Chandos-Brief“ (Oktober 2012), „Mündliche Abiturprüfung im Fach Deutsch“ ( Januar 2013), „Analyse epischer Texte am Beispiel von Joseph Roths Roman ‚Hiob‘“ (geplant für 1. Oktober 2013), „Deutsch als Zweitsprache“ (geplant für 12. November und 3. Dezember 2013).

Voraussetzung für Studierfähigkeit ist selbständiges und systematisches Arbeiten, das durch moderne Arbeitsformen wie Projektarbeit, kooperatives und fächerverbindendes Lernen, Lernen durch Lehren (Schüler/-innen übernehmen die Moderation von Unterrichtssequenzen) sowie Internetrecherche entwickelt und gefördert wird. Im Rahmen der ALLF-Projekttage (ALLF = Allgemeine Lebenskompetenzen, Lerntechniken und – fertigkeiten) werden SuS der Jahrgangsstufe EF zum Beispiel jährlich sechs bis acht fächerverbindende Projekte angeboten, unter denen sie wählen können. Ein weiteres ALLF-Angebot für SuS der 8. Klassen bezieht sich auf die Förderung der Präsentationskompetenz. Hier wird zu eng umrissenen Themenbereichen recherchiert, eine Präsentation wird erstellt, diese wird gefilmt und ausgewertet. Eine Einführung in Powerpoint hat sich für viele SuS inzwischen schon als überflüssig erwiesen.

 

Begabtenförderung: Wettbewerbe, Leistungs-Camps, Auszeichnungen

Kontinuierliche Teilnahme der Schule an:

▪   Mathe-Olympiade - Besondere Erfolge: 3. Platz international (!) ( 2008); 4. Platz in NRW (2013)

▪   Känguru-Wettbewerb

▪   Mathe-Camp der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule

▪   JuniorAkademie NRW

▪   Wir in Aachen

▪   Roboter-Wettbewerb der Offensive „Zukunft durch Innovation“

▪   Jugend debattiert

▪   Lesewettbewerb

▪   Big Challenge

▪   Chemie entdecken

▪   Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung

▪   Don’t start, be smart

▪   BioLogisch

▪   BioOlympiade (Wettbewerb für Schüler der Oberstufe)

▪   NetRace

▪   Aktiv fürs Klima (Kampagne der Stadt Aachen)

 

Besondere Abschlüsse an St. Leonhard

  • Französisch-bilinguales Abitur (seit 1970): Abiturienten mit bilingualem Abitur stehen derzeit neben dem üblichen Angebot an Hochschulen und Universitäten ca. 80 deutsch-französisch integrierte Studiengänge an vielen deutschen Hochschulen offen. Das bilinguale Abitur bietet sehr gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium im französischsprachigen Ausland. Es ermöglicht den Abiturienten ohne zusätzliche Sprachprüfung den direkten Zugang zu französischen Universitäten und Hochschulen.Bilinguale Abiturienten haben auf dem deutschen und europäischen Arbeitsmarkt deutlich bessere berufliche Chancen aufgrund ihrer annähernden Zweisprachigkeit und interkulturellen Kompetenz. Für den Beruf ist der bilinguale Vermerk eine wichtige zusätzliche Qualifikation. Da Frankreich unser wichtigster Handelspartner ist, legen viele Firmen auf gute Französischkenntnisse besonderen Wert.
  • International Baccalaureate (seit 2007): Dieser spezielle, anspruchsvolle Abschluss garantiert Schülerinnen und Schülern, dass sie anschließend ein Studium an nahezu jeder englischsprachigen Hochschule der Welt aufnehmen können. Die „International Baccalaureate Organization“ (IBO) erstellt die Lehrpläne für das Internationale Abitur und kontrolliert ihre Umsetzung. Seit 2007 bereitet das Gymnasium St. Leonhard regelmäßig Schüler/-innen der Qualifikationsphase auf diesen Abschluss vor. Die IBO ist eine sogenannte Non-Profit-Organisation, nach dem Zweiten Weltkrieg von Pädagogen gegründet, denen eine völkerverbindende, internationale schulische Erziehung besonders am Herzen lag. Inzwischen bietet die Gesellschaft mit dem Hauptsitz in Genf das Internationale Abitur in 135 Ländern an. Das IB trägt zur Studierfähigkeit der Schüler/-innen in besonderer Weise bei durch ein universitätsähnliches Studienformat, das selbstständiges Arbeiten voraussetzt, und durch Leistungsnachweise, die universitären Klausuren nahe kommen.
  • CertiLingua (seit 2008): Das CertiLingua „Exzellenzlabel“ können Abiturientinnen und Abiturienten am Gymnasium St. Leonhard zusammen mit ihren Abiturzeugnissen erwerben, wenn sie besondere mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen nachweisen: Zwei Fremdsprachen z.B. müssen erfolgreich angewandt worden sein, zusätzlich muss die Teilnahme an bestimmten europäischen bzw. internationalen Projekten attestiert werden. St. Leonhard arbeitet in einem Netzwerk mit anderen Schulen zusammen, die im In- und Ausland das Exzellenzlabel CertiLingua unter vergleichbaren Bedingungen vergeben. Damit wird der Fremdsprachenerwerb gefördert; jungen Absolventen wird der Zugang zu ausländischen Hochschulen und zum europäischen Arbeitsmarkt erleichtert.

 

Vorbereitung auf besondere Sprachprüfungen

Nicht zuletzt zur Erleichterung eines Fremdsprachenstudiums werden die folgenden Sprachprüfungen an St. Leonhard in Arbeitsgemeinschaften angeboten:

  • DELF (= Diplôme d’Etudes en Langue Française) in den Stufen A1, A2, B1, B2
  • Cambridge Certificate (englisch) auf den Niveaus First Certificate in English (FCE) und Certificate in Advanced English (CAE)
  • Certificaat Nederlands als Vreemde Taal (niederländisch)

 

Vorbereitung auf die Wahl von Studienfächern

Die folgenden Einrichtungen sollen Schülerinnen und Schülern die Wahl ihres Studienfaches erleichten:

  • Berufsbörse: Informations- und Beratungsangebot der Eltern von SuS des Gymnasiums St. Leonhard im Hinblick auf ihre eigenen (vor allem: akademischen) Berufe für SuS der Qualifikationsphase
  • ALLF-Projekte (ALLF = „Allgemeine Lebenskompetenzen, Lerntechniken und – fertigkeiten“) in der Q1: Erkundung der Hochschulbibliothek, Vorstellung von Studienangeboten; Teilnahme an Hochschulseminaren und -vorlesungen während dreier Projekttage, die alljährlich im Herbst stattfinden.
  • Arbeitsgemeinschaften im Ganztags-Programm: Mint-AG, Roboter-AG, AG Experimentieren und Forschen
  • Berufsberatung: Institutionalisierte, auf Wunsch auch individuelle Berufsberatung in der Jahrgangsstufe Q1 (siehe auch: Berufswahlvorbereitung, Leitziel 8)

 

Individuelle Förderung

Im Rahmen des gebundenen Ganztags (seit 2010/11) erhalten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 7 regelmäßig ein Mal wöchentlich Forder- oder Förderunterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Spanisch oder Französisch, wenn eine Empfehlung durch die jeweilige Fachlehrkraft vorliegt.

Darüber hinaus werden in den Jgst. 5 bis 7 an allen Schultagen Lern- und Übungszeiten („LÜZ“) im Beisein einer Fachlehrkraft oder einer studentischen Hilfskraft angeboten. In der „LÜZ“ können SuS betreut ihre LÜZ-Aufgaben erledigen, für Klassenarbeiten lernen, Vokabeln üben, Förderaufgaben lösen oder lesen. Hier wird die selbstständige Einteilung und Strukturierung der zu erledigenden Arbeiten geübt und angeleitet.

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