Hausaufgaben im Ganztag 2.0

 

 

  1. Alle Kurse sind möglichst als Doppelstunden organisiert. So haben die Lehrkräfte genügend Zeit, Übungsphasen in den Unterricht zu integrieren bzw. die Schülerinnen und Schüler können sich auf wenige Fächer pro Tag konzentrieren.
  2. Alle Lehrkräfte sind mehrmals in Konferenzen auf die Probleme im Zusammenhang mit dem Thema „Hausaufgaben“ aufmerksam gemacht worden, um das Bewusstsein für die notwendigen Veränderungen zu schulen. Als psychologisches Moment wurde die im Stundenplan für Hausaufgaben ausgewiesene Zeit in "LÜZ" (Lern- und Übungszeit) umbenannt, damit für jeden klar ist, dass auch die Übungsphasen in den Schulalltag integriert werden müssen.
  3. An den langen Tagen findet obligatorisch zweimal in der Woche (Mi, Do) für 45 Minuten eine LÜZ statt. Diese Zeit kann von den Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe freiwillig um bis zu 45 Minuten ergänzt werden. Dazu verkürzen sie ihre Mittagspause und suchen den Stillarbeitsraum im Kulissenhaus auf. Im Stillarbeitsraum gewährleistet eine Aufsicht das Einhalten einer ruhigen und konzentrierten Arbeitsatmosphäre; während der normalen LÜZ-Stunden stehen Betreuer für die Hausaufgaben zur Verfügung.
  4. Montags besteht die Möglichkeit einer freiwilligen LÜZ-Teilnahme in der 9. Stunde. Auch an diesem Tag können die Schülerinnen und Schüler zusätzlich freiwillig die Mittagspause verkürzen und im Stillarbeitsraum arbeiten.
  5. Daraus ergibt sich aber, dass montags keine Hausaufgaben für den Folgetag gegeben werden dürfen, da es an diesem Tag kein LÜZ-Angebot vor 15:05 Uhr gibt (Ganztagszeiten verpflichtend bis zur 8. Stunde, d.h. 15:05 Uhr).
  6. Anders verhält es sich mit Hausaufgaben, die donnerstags für den Folgetag aufgegeben werden: die Schülerinnen und Schüler haben an diesem Tag die Möglichkeit zu einer LÜZ, können aber stattdessen auch eine zweistündige AG wählen und verzichten dadurch freiwillig auf die LÜZ. Dies liegt im Selbstbestimmungsrecht der Schüler und ihrer Eltern und berechtigt gleichzeitig nicht dazu, sich von den Hausaufgaben für den Folgetag befreien zu lassen.
  7. In der Jahrgangsstufe 9 findet die LÜZ aufgrund der Stundentafel keinen festen Platz vor 15:05 Uhr, die Schülerinnen und Schüler haben jedoch die Möglichkeit, an einer freiwilligen LÜZ in der 9. Stunde teilzunehmen bzw. die Hausaufgaben im Stillarbeitsraum in der Mittagspause zu erledigen.
  8. Vokabeln und Lektüren müssen in der Regel weiterhin zu Hause gelesen oder gelernt werden.
  9. Ein von der Schule gemeinsam mit Schülern und Eltern gestaltetes Hausaufgabenheft ist zum Schuljahr 2014/15 eingeführt worden, um die Kommunikation mit den Eltern noch zu verbessern.

 

Fragen / Ergänzungen mit Blick auf den Erlass „Unterrichtsbeginn, Verteilung der Wochenstunden, Fünf-Tage-Woche, Klassenarbeiten und Hausaufgaben an allgemeinbildenden Schulen“ vom 5.5.2015:

 

  • Hausaufgaben von Freitag zu Montag sind gestattet, sofern freitags kein Nachmittags-unterricht stattfindet.

 

  • Die Richtwerte für Hausaufgabenzeiten (Kl. 5-7: 60 Minuten / Kl. 8-9: 75 Minuten) werden durch unsere LÜZ-Zeiten (in der Regel 45 Minuten) deutlich unterschritten. Daher können kleinere Aufgaben (Vokabeln, Lektüren usw.) durchaus weiterhin zu Hause anfallen.

 

  • An den „kurzen“ Tagen, also dienstags und freitags, sind 60 (Kl. 5-7) bzw. 75 Minuten
    (Kl.8-9) für das Anfertigen von Hausaufgaben vorgesehen. Die Hausaufgaben werden an diesen Tagen zu Hause oder in der über die AWO angebotenen HA-Betreuung angefertigt.

 

  • Klassenarbeiten dürfen in der Sek I nicht im Nachmittag geschrieben werden. / Münd-liche Leistungsüberprüfungen in modernen Fremdsprachen anstelle einer Klassenarbeit können im Rahmen der Unterrichtszeit auch am Nachmittag stattfinden.

 

  • In der Sek I dürfen nicht mehr als zwei Klassenarbeiten in einer Woche geschrieben werden (mündl. Leistungsüberprüfungen anstelle einer Klassenarbeit sind hier ein-geschlossen). Für Nachschreibtermine kann die Schulleiterin oder der Schulleiter Ausnahmen zulassen (vgl. Bass 12-63, Nr. 3).

 

  • Pro Tag darf in der Sek I nur eine schriftliche Klassenarbeit oder eine mündliche Leistungsüberprüfung in modernen Fremdsprachen durchgeführt werden. An diesem Tag dürfen keine weiteren schriftlichen Leistungsüberprüfungen stattfinden.

 

  • Nach Möglichkeit sollen in Wochen mit zwei Klassenarbeiten keine zusätzlichen schrift-lichen Leistungsüberprüfungen stattfinden.

 

  • An Tagen mit Klassenarbeiten (oder entsprechenden mündlichen Leistungsüber-prüfungen) dürfen keine schriftlichen Übungen durchgeführt werden, ausgenommen kurze Vokabeltests.

 

Zusätzliche Informationen