Die LeoApp

+++UPDATE: LeoApp gewinnt den landesweiten Wettbewerb digiYou!+++

Der Filmbeitrag zum Wettbewerb: LeoApp-Film!

Samstag morgen um 09:00 Uhr, ein ganz typischer Samstag für uns. Im Leo herrscht morgendliche Stille, als wir uns durch die verlassen Gänge zur Bibliothek bewegen, um dort - leicht verschlafen - unsere Notebooks aufzubauen und gemeinsam mit Herrn Meltzow auf Smartphones und Tablets blicken: Projektkurs App Entwicklung in der Q1.

Allerdings mussten wir schnell erkennen, dass App-Entwicklung deutlich komplizierter als gedacht war. Aber mit der Zeit kamen auch endlich erste Erfolgserlebnisse.

„Wow, guck mal, ich kann das Foto nach rechts wischen“

„Und ich habe die Farbe der Actionbar gewechselt!“

„Krass, wie geht das denn?“

...auch wenn wir später feststellten, dass das wohl noch das einfachste gewesen sein sollte.

Nachdem wir uns mehr oder weniger in die Grundlagen der App-Entwicklung eingearbeitet hatten, durften wir endlich kreativ werden und uns Ideen für unsere Projekte überlegen. Schnell waren wir uns einig, dass unser gemeinsames Ziel eine funktionsfähige und sinnvolle Schul-App war, denn unser Schulalltag war im Jahr 2017 schon ziemlich altmodisch.

Morgens mussten wir in der Schule auf PAPIER nachlesen, welche Stunden ausfielen, wann die nächsten Klausuren anstanden und was es für Neuigkeiten gab. Alles war unübersichtlich und es kam nicht selten vor, dass Informationen in der Altpapiersammlung, auch Schwarzes Brett genannt, verloren gingen, was zu komplett unangebrachtem Tadel führte.

Und so beschlossen wir, unseren Schulalltag selbst innovativ umzugestalten und all die veralteten Ärgernisse zu digitalisieren und in einer Smartphone-App zu vereinen.

Die App sollte ein Ergebnis von Teamwork werden, jeder von uns wollte ein Feature einbringen.

Letztendlich entschieden wir uns für einen verschlüsselten, schulinternen Messenger, der den ständigen Datenschutz-Ärger reduzieren soll, eine Essensbon-Funktion, die Vergesslichkeit und Papierverschwendung vorbeugt, einen digitalen Klausur- und Stundenplan, sodass man immer rechtzeitig und vorbereitet am richtigen Ort ist, ein digitales Schwarzes Brett für gefilterte Informationen auf einen Blick und eine Umfrage-Funktion sowie ein Stimmungsbarometer, um das Meinungsbild der Schule zu erfassen.

LeoApp Team: Kim Winnemöller, Luzia Borgmann, Alicia Reuland, Mirko Sowa, Gianni Spitzer, Alina Behrens, Moritz Liegmanns

(LeoApp Team: Kim Winnemöller, Luzia Borgmann, Alicia Reuland, Mirko Sowa, Gianni Spitzer, Alina Behrens, Moritz Liegmanns)

Nun konnte es endlich losgehen: Eifrig und voller Vorfreude machten wir uns daran, die LeoApp zu entwickeln. Doch die Vorfreude wurde schon bald von zahlreichen Problemen gedämpft. Wir wussten nicht, wie etwas funktionierte und verzweifelten fast, als Google auch keine Lösung wusste. Die App machte Dinge, die wir nie programmiert hatten, zeigte nicht das an, was sie sollte, und stürzte aus unerklärlichen Gründen ab.

Doch davon ließen wir uns noch lange nicht unterkriegen, denn wir waren nicht alleine. Herr Meltzow unterstützte uns mit allen Mitteln und wenn er auch nicht weiter wusste, dann kochte er uns eine Linsensuppe.  Wir halfen und motivierten uns gegenseitig, feierten auch die kleinsten Erfolge und nicht zuletzt spielten wohl auch Kekse und Pizzen eine wichtige Rolle.

Als wir dann schließlich alle Teile der App zusammenfügten, wurde uns klar, dass das Ende trotzdem noch lange nicht erreicht war. Und so kam es, dass wir auch nach Ende des Projektkurses fleißig weiter arbeiteten. Die App war nicht mehr nur Teil des Unterrichts und wichtig für unsere Noten, sie war jetzt zu einem wichtigen Bestandteil unseres Lebens geworden.

Wir trafen uns in den Sommerferien, verwarfen die ein oder andere Lösung, zogen von Server zu Server um und hatten noch viele neue Ideen und Vorschläge, die unsere Aufmerksamkeit verlangten. Großzügige Unterstützung erhielten wir schließlich auch von der regioIT, die uns notwendige Server-Komponenten unbürokratisch zur Verfügung stellte. Und auch der Aachener digitalHub ist auf uns aufmerksam geworden und hat uns bereits zu diversen Veranstaltungen eingeladen. Zuletzt haben wir dort zusammen mit dem Projektkurs der Q1 samstags die nächsten Features geplant.

 

Seit Herbst 2017 läuft nun auch der Beta-Test mit einer Version der App, die zwar noch nicht endgültig fertig ist, sich dem erhofften Endergebnis jedoch langsam aber sicher annähert.

Um die LeoApp an unserer Schule zu etablieren, haben wir sie Anfang des Schuljahres in der Lehrerkonferenz vorgestellt, beim Leo-Fest präsentiert und beim Tag der offenen Tür Eltern und zukünftige Mitschüler von der App überzeugt.

Wir und zahlreiche Tester, bei denen wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken wollen, können jetzt schon schnell am Handy nachschauen, wo wir wann welchen Unterricht haben, wann unsere Klausuren anstehen und ob etwas Neues am Schwarzen Brett steht.

Gleichzeitig arbeiten wir fleißig daran, dass der Messenger bald vollständig funktioniert und die QR-Code-Essensbons endlich in der Mensa eingesetzt werden können.

Und nicht zuletzt haben wir uns und die App beim Wettbewerb “DIGIYOU - Gestalte Deine Zukunft” angemeldet. Dort wurden wir gemeinsam mit 14 anderen Schulen ausgewählt und mit 500€ gefördert. Eine Abschlusspräsentation und Preisverleihung findet am 1.März in Düsseldorf statt.

Um uns auf den Wettbewerb vorzubereiten und verbliebene Fehler der App zu beheben, nutzten wir das Geld und wurden zusätzlich finanziell vom Förderverein unterstützt, um einen zweitägigen Workshop in einem Hotel durchführen zu können.

Obwohl natürlich noch ganz schön viel Arbeit vor uns liegt, sind wir zuversichtlich, dass wir unsere LeoApp noch vor den Osterferien für alle veröffentlichen können und unsere Schule so auf dem Weg in die Digitalisierung einen großen Schritt nach vorne bringen.

Wer die App schon vorher als Tester nutzen möchte, der kann uns eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben.

Alina Behrens (Q2)

 

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