„Leichlingen, Leichlingen, wir fahren nach Leichlingen!“

 

 

 

Kapitel 1:

Aufgrund einiger Organisationsprobleme im Vorfeld stand im Kampf um die Stadtmeisterschaft lediglich ein Spiel an. So machte sich am 10.01.2018 eine eilig herbeigetrommelte siebenköpfige Truppe (Jonah, Antonio, Oskar, Ole, Steffen, Masum, Brendan) auf zum Rhein-Maas-Gymnasium, um den Aachener Stadtmeister im Basketball auszuspielen.

Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht abzusehen, welches Potenzial sich hier in der Folge entfalten sollte. Das Spiel hatte kaum begonnen, da zeigte die „Sieben“ schon, dass der Sieger heute nur das Leo sein kann. Angriff um Angriff wurde das Rhein-Maas-Gymnasium förmlich überrollt. Aus einer starken Defense heraus wurde ein Fast-Break nach dem anderen nach vorne getragen und so das Ergebnis in schwindelerregende Höhen getrieben. Die Spielzeiten für jeden einzelnen der „Sieben“ konnte daher gut aufgeteilt werden, sodass sich auch alle mehrfach in die Scorer-Liste eintrugen. Am Ende hieß es verdienter Maßen 105:31 für das Leo, das sich damit für die Bezirkshauptrunde qualifiziert hat. Glückwunsch, ihr seid Stadtmeister!

Kapitel 2:

Die Euphorie der Stadtmeisterschaft im Gepäck machte sich dieselbe „Sieben“ nur einen Tag später auf nach Würselen, um in der Bezirkshauptrunde anzutreten. Kaum aus dem Bus ausgestiegen, macht sich jedoch Verwunderung breit. Sind wir hier tatsächlich richtig? Haben wir uns möglicherweise in der Wettkampfklasse geirrt? Die Spieler der beiden Mannschaften, die hier auf uns warten, sehen deutlich älter aus und sind im Schnitt deutlich größer. Erstes Unbehagen ist zu vernehmen. Doch Basketballspiele werden schließlich in der Halle und nicht am Zollstock gewonnen, sodass wir uns nicht weiter beirren lassen und zum Aufwärmen reingehen.

Im ersten Spiel schauen wir zu und analysieren die beiden gegnerischen Mannschaften. Schnell ist klar, dass wir physisch das Nachsehen haben werden. Doch basketballerisch muss sich die „Sieben“ vor keinem der Gegner verstecken. Wollen wir also eine Chance haben, muss dafür jeder Einzelne ans Limit gehen sowohl Einsatzbereitschaft, Willensstärke als auch Teamgeist betreffend.

In unserem ersten Spiel starten wir direkt gegen den Sieger – mit deutlichem Vorsprung - aus der ersten Partie. Was die Gegner zu Anfang vielleicht nicht glauben wollen, entfaltet sich eine wahnsinnig umkämpfte und ausgeglichene Begegnung. Die Leos kämpfen mit allen spielerischen Mitteln, um diesen Vergleich von „David gegen Goliath“ so lange wie möglich offen zu gestalten. Mit einem Punkt Vorsprung für uns geht es in die Halbzeit. Die Erschöpfung ist den Spielern anzumerken, doch die Aussicht, dass wir heute etwas Zählbares mitnehmen können, pusht alle nochmal enorm. In der zweiten Halbzeit wechselt die Führung der Mannschaften mit jedem Angriff hin und her. 10 Sekunden vor Schluss ist das Leo mit einem Punkt in Führung und zieht sich in die Defense zurück. Die Zeitnehmer draußen zählen den Countdown an. Der Ball wird schnell nach vorne gespielt und der Abschluss gesucht. Doch dann ist da Antonio, der im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus wächst und einen Gegenspieler blockt, der mindestens – so die Erzählungen später – einen Kopf größer ist. Ball und Gegenspieler liegen am Boden. Die Blicke gehen zum Schiedsrichter. Kein Pfiff. Kein Foul. Die Zeit ist um. Grenzenloser Jubel!

Kapitel 3:

Die Zeit zum Durchatmen ist kurz. Ein, zwei Bissen ins Brot, ein paar Schlücke Wasser und das zweite Spiel steht an. Die Erschöpfung aus dem ersten Spiel ist der „Sieben“ dabei deutlich anzumerken. Aufgrund des kleinen Kaders wechseln wir fleißig durch, um so zumindest für kurzzeitige Entlastung und Verschnaufpausen zu sorgen. Dass hier dennoch alle Spieler bereits am Limit und teilweise darüber hinaus sind, lässt sich nicht leugnen. Mit einem mageren Pünktchen Vorsprung geht es in die Halbzeit. Diese nutzen wir nochmal, um einige Aspekte aus dem Spiel anzusprechen. Kurz zusammengefasst: Wir zeigen ihnen, dass wir es mehr wollen! Das Ergebnis bleibt in der zweiten Halbzeit zu Anfang denkbar knapp. Doch nach und nach zeigt sich die spielerische Klasse der „Sieben“ und wir können diese Halbzeit klar für uns entscheiden. Mit dem Abpfiff werden die letzten Reserven noch einmal gebündelt und zum Feiern aufgebracht. Was die „Sieben“ an diesen beiden Tagen geleistet hat ist außergewöhnlich. Oder, wie es ein weiser Schulleiter ähnlich einmal gesagt hat: „Ein Basketballspiel, wie es das St. Leonhard seit langem nicht gesehen hat. Die „Sieben“ ist Bezirkshauptrundensieger!“

Kapitel 4:

Am 6.02.18 fahren wir nach Leichlingen und werden weiter unser Bestes geben. Wer weiß, was diese Truppe noch alles zu leisten vermag.

Link zum Bericht der Aachener Zeitung!

 

 

 

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